Was macht eigentlich das BIOS?

Als BIOS (die Abkürzung steht für „Basic Input Output System“) wird die Basis-Software bezeichnet, die jeder Computer besitzt. Sie dient unter anderem dazu, alle Computer-Komponenten zu erkennen und zu verwalten. Das BIOS ist ein fester Bestandteil eines Computers und findet sich im BIOS Chip des Mainboards.

Es wird beim Einschalten des Computers als erste Software geladen und überprüft unter anderem die eingebauten Festplatten und DVD-Laufwerke, welche zum Starten des Betriebssystems benötigt werden, auf ihre Boot-Fähigkeit.

Wenn die Komponenten problemlos arbeiten, aktiviert das BIOS die entsprechenden Laufwerke, damit das eigentliche Betriebssystem eines Computer hochfahren kann.

Mainboard mit BIOS-Chip

Wichtige Funktionen und Eigenschaften

Neben dem schnellen Überprüfen der Laufwerke dient das BIOS auch dazu, einzelne PC-Komponenten wie die CPU anzusteuern und diese zu verändern. So kann man beispielsweise bei neueren Prozessoren im BIOS einstellen, ob das sogenannte Overclocking, also die Übertaktung der CPU zur Optimierung der Systemleistung, eingeschaltet werden soll.

Ein weiterer wichtiger Bereich des BIOS ist der Boot-Sektor. In diesem können Benutzer manuell festlegen, welche aktiven Komponenten – also Festplatten und Laufwerke – in welcher Reihenfolge beim Hochfahren des PCs gestartet werden sollen. Normalerweise sind die einzelnen Laufwerke und Festplatten so geschaltet, dass zuerst die Festplatte startet, auf der sich das Betriebssystem befindet und andere Komponenten wie zum Beispiel ein DVD-Laufwerk erst an zweiter Stelle angesteuert werden.

Es gibt aber Situationen, in denen es notwendig ist, die Boot-Reihenfolge zu ändern. Wenn zum Beispiel ein neues Betriebssystem von einer DVD auf einen Computer aufgespielt werden soll, muss dafür die Boot-Reihenfolge geändert werden, damit beim Starten zuerst das DVD-Laufwerk geladen wird und nicht die Start-Festplatte.

Aber auch, wenn sich eine Festplatte nicht starten lässt oder man zwei verschiedene Betriebssysteme auf zwei Festplatten hat, kann das Verändern der Boot-Reihenfolge sinnvoll sein. Darüber hinaus ist ein BIOS Chip ein Kontrollinstrument, welches darauf achtet, wie hoch die Temperatur der CPU ist, wie viel Strom verbraucht wird und dergleichen.

Erfahrene Nutzer können diese Informationen nutzen, um die Einstellungen ihrer Hardware-Komponenten zu verändern, wodurch sie die Leistung verbessern oder den Stromverbrauch des PCs senken können.

Detailansicht Mainboard

Die Möglichkeit zum BIOS-Update

Häufig ist das BIOS auf einem Mainboard irgendwann veraltet und man kann beim Hersteller des Mainboards aktuellere Version finden. Die Frage ist nur, ob ein BIOS-Update, auch „Flash“ genannt, überhaupt notwendig ist. Denn solange ein BIOS problemlos funktioniert und alle Hardware-Komponenten erkannt werden, ist ein Update eigentlich überflüssig.

Wirklich wichtig wäre es nur, wenn beim Zusammenbau eines PCs Schwierigkeiten in der Absprache beispielsweise der Laufwerke oder des Mainboards und der Grafikkarte auftreten würden. Und selbst dann ist ein BIOS-Update eher kritisch zu sehen.

Denn wenn während des Updates ein Fehler auftritt, was unter anderem durch einen Stromausfall oder einen fehlerhaften Download der Software passieren kann, bricht das ganze BIOS zusammen. Der PC lässt sich dann im schlimmsten Fall gar nicht mehr starten und muss von einem Fachmann wieder repariert werden.

Darum gilt: solange ein BIOS fehlerfrei arbeitet, muss man kein BIOS-Update durchführen. Sollte doch mal ein Fehler beim Update passiert sein, gibt es verschiedene Anbieter bei denen man BIOS Chips für Mainboard und Notebook für kleines Geld neu kaufen kann. Meist ist dort dann jeweils auch schon die neueste BIOS-Version installiert.

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